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Sommer, das bedeutet Sonne, Strand, Freizeit, Urlaub und Erholung. Es bedeutet auch viel Zeit zum Lesen. 14 Autorinnen erzählen ihre ganz eigene Version von Sommer, Liebe und Erholung. Oder eben dem Gegenteil dazu. Klappentext Sommer, die schönste Jahreszeit? Von wegen! Gigantische Mückenschwärme warten auf ihr nächstes Opfer, und penetrante Nacktbader können einem das Strandvergnügen gründlich verderben. Ob Handwerker, die nie kommen, ein ganz und gar unharmonischer Urlaub im Kreis der Familie oder halbseidene Männerbekanntschaften – der Sommer hat so seine Tücken. Neben vielen anderen erzählen Hera Lind, Bettina Haskamp und die Brigitte-Autorinnen Regina Kramer, Vera Sandberg und Barbara Schaefer in bisher unveröffentlichten Geschichten von unverhofften Pannen, mysteriösen Begegnungen und erotischen Verwicklungen. Daten Autor: Diverse, Herausgeberin: Uta Rupprecht Titel: Immer schön cool bleiben Verlag: Diana Seiten 382 ISBN: 978-3-453-35577-4 Preis: 8,99 € Rezension 14 Autorinnen bedeuten auch 14 völlig verschiedene Stile und 14 völlig verschiedene Geschichten. Es gibt allerdings eines, dass sie eint: Sie schreiben in erster Linie Geschichten, die Frauen gefallen. Es ist daher kein Wunder, dass sie in einer Anthologie der Frauenzeitschrift Brigitte vereint wurden. Es sind allesamt Geschichten rund um den Sommer, wie schon der Untertitel „Das BRIGITTE-Sommerlesebuch“ verrät. Sie handeln von völlig unterschiedlichen Versionen dieses Themas. Es gibt Geschichten mit Happy End, Geschichten, die einen etwas ratlos zurück lassen und Geschichten, die nicht im Happy End enden. Nicht jede hat mir gefallen. Obwohl ich in der letzten Zeit einen Faible für das Genre „Frauenbuch“ entwickle bin ich mit den meisten der Geschichten nicht sonderlich warm geworden. Es gab zwei oder drei, die mir wirklich gut gefallen haben, der Rest läuft für mich leider unter „Ferner liefen“. Es gab keinen Zauber, keine Romantik, die mich erfasst hätte. Trotzdem hat das Buch lediglich einen sonnigen Nachmittag gehalten. Unterhalten hat es mich also schon. Tatsächlich gab es nur eine Geschichte, bei der ich mich wirklich zwingen musste, nicht gelangweilt weiter zu blättern. Was überhaupt nicht zum gesamten Stil der restlichen Anthologie passen wollte war die Geschichte der Bestseller-Autorin Kate Morton. Während alle anderen Geschichten von Frauen in der Blüte ihres Lebens erzählten, erwachsen, selbstständig und meistens auch emanzipiert, war der Text Kate Mortons eine Erinnerung an Kindertage, eine Reise in die Vergangenheit eines kleinen Mädchens irgendwo in Australien, dass die Oma in Brisbane besuchen fährt. Eine nette Geschichte, sehr stimmungsvoll erzählt, aber trotzdem für diese Anthologie und ihre weiteren Inhalte völlig unpassend. Begeistert hingegen haben mich die Erzählungen von Claudia Toman, Stefanie Gerstenberger und Anette Göttlicher. Sie hatten all das, was ich mir von einer leichten Sommergeschichte wünsche: Romantik, ein wenig dieses wundersamen Zaubers, der den heißen Sommertagen, die das Hirn ausschalten innewohnt und eine Geschichte, die es sich zu erzählen lohnte. Bei Frau Gerstenberger war der Schluss etwas abrupt, sodass ich das Gefühl hatte, dass eine wesentlich längere Geschichte gekürzt wurde. Aber es tat dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Fazit: Ein nettes Buch für einen Sommernachmittag am Strand oder auf der Sonnenliege im Garten. Keine Hochliteratur, aber ein nettes Lesevergnügen für Frauen und Männer, die zu ihrer romantischen Ader stehen.
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