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Ein Virus baute die Feindschaft zwischen Mann und Frau auf. Nun flaut er so langsam ab – doch die Beteiligten sind in Gefahr …
Klappentext
Männer und Frauen. Feuer und Wasser. David und Juna.
Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den „dunklen Jahren“ leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städten hausen, haben Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen.
Nicht scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer …
Daten
Autor: Thomas Thiemeyer Titel: Das verbotene Eden. David und Juna Genre: Fantasy/Dystopie Verlag: Pan Seiten: 459 Altersempfehlung: ab 14 ISBN 10: 3426283603 ISBN 13: 978-3426283608 Preis: 16,99€
Rezension
Die Menschheit wurde durch einen Virus infiziert, Männer und Frauen sind seitdem miteinander verfeindet. Alleine ein Abkommen untereinander sichert ihnen das gegenseitige Überleben, ohne bei jedem Aufeinandertreffen getötet zu werden. Dennoch haben sie geringe Überlebenschancen und kämpfen für jeden Nachkömmling. Doch das Abkommen wird gefährdet und die Frauen beschließen zu handeln, bevor sie noch mehr ihrer Gebäude und Frauen verlieren. Sie wollen zwei Männer entführen, brauchen Informationen über die Raffinerie, die in den Händen der Männer liegt. Einer der Entführten ist der Mönch David, der nicht viel von der Lebens- und Handlungsweise seiner Mitmenschen hält. Für ihn sind die Frauen nicht so gefährlich, wie sie ihm immer geschildert werden. Und der hat Recht. In Juna, einer 17-jährigen Kriegerin, findet er eine Gefährtin, die sich in ihn verliebt. Beide beweisen damit, dass das Virus nicht länger aktiv ist, sondern alles nur noch aus reiner Gewohnheit und Erziehung gehandhabt wird. Doch nicht jeder steht ihrer Beziehung wohlgesinnt gegenüber …
Thomas Thiemeyer wurde 1963 geboren und ist ein deutscher Illustrator und Schriftsteller. Seine Bücher beziehen sich auf die Genre Abenteuer und Mystery. Mit „Das verbotene Eden“ startet er eine Dystopie-Trilogie, die 65 Jahre in der Zukunft spielt.
Erster Pluspunkt: das Cover. Obwohl ich nicht gerne echte Personenabbildungen auf Covern habe, gefällt mir dieses außerordentlich gut und passt definitiv zum Inhalt.
Der Autor hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Was mich hier sehr anspricht: man wird als Leser nicht in die Geschichte hineingeworfen. Im Gegenteil, man erfährt, wie der normale Alltag da abläuft, Vorurteile werden mit gewissen Geschehen erläutert und deutlich gemacht – all das, bevor David und Juna aufeinander treffen. Auch ihr eigener Alltag wird beschrieben.
Dafür braucht die Handlung aber auch über 200 Seiten, bis sie endlich ins Rollen kommt. Das ist mir persönlich schon wieder zu viel, weil es beinahe den halben Roman ausmacht. Die Spannung baut sich nicht richtig auf. Als es dann zu den Geschehnissen kommt, die während der Handlung angedeutet werden, scheint endlich was zu passieren – bis die Spannung urplötzlich wieder abflaut. Umso mehr freut es mich, dass es dann doch noch mal richtig spannend wurde – leider erst auf den letzten 50 Seiten. Schön gemacht ist der Cliffhanger, der die Handlung zwar vom ersten Band abschließt, aber auch Lust auf mehr macht. Der Umbruch für das darauffolgende Buch wurde sehr schön eingeleitet und darauf vorbereitet.
Was ebenfalls ein Pluspunkt ist: die Karten sowohl am Anfang als auch am Ende des Buches, die die geographische Lage noch mal verdeutlicht. Toll fand ich auch den krassen Gegensatz von der damaligen Welt und 65 Jahre später. Im Buch reiten die Frauen auf Pferde, während die Männer motorisierte Fahrzeuge benutzen. Ebenso die Schriften aus der alten Zeit vor dem Virus, und nach dem Virus unterstreichen noch mal die damaligen und heutigen Ereignisse.
Trotz einiger Punkte, die mir nicht so sehr zugesagt haben, ist das Buch ein absoluter Pluspunkt, das man gelesen haben sollte.
Wir bedanken uns ganz herzlich beim PAN-Verlag für das Rezensionsexemplar.
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