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Willow war ein absolutes Wunschkind, auch nachdem ihre Eltern erfahren haben, mit welcher schrecklichen Krankheit ihr ersehntes Kind auf die Welt kommen würde – doch nun müssen sie ihre gewollte Existenz verleugnen, um dieses Leben zu finanzieren ... Klappentext Willow, ihr lang ersehntes Kind, ist perfekt. Das ist das Erste, was Charlotte O’Keefe hört, als sie ihr Baby auf dem Ultraschallbild sieht. Ja, es ist perfekt. Daran ändert auch Willows Krankheit nichts. Charlotte liebt ihr Kind abgöttisch und will nur eines: es beschützen. Denn Willow braucht allen Schutz der Welt. Beim kleinsten Stoß brechen ihre Knochen. Auch ihr Herz kann brechen. Genau das scheint Charlotte zu vergessen, als sie vor Gericht das Geld für die richtige Behandlung erkämpfen will. Sie verklagt ihre Frauenärztin. Die Krankheit hätte schon zu Beginn der Schwangerschaft erkannt – und die Eltern gewarnt werden können. Charlotte muss behaupten, ihr geliebtes Kind sei besser nie geboren worden ... Daten Autor: Jodi Picoult Titel: Zerbrechlich Genre: Drama Verlag: Lübbe Seiten: 622 Altersempfehlung: ab 14 ISBN 10: 9783431038286 ISBN 13: 978-3431038286 Preis: 19,99€
Rezension
Willow wurde mit Osteogenesis imperfecta geboren, der Glasknochenkrankheit. Schon im Mutterleib zog sie sich Brüche zu, bei der Geburt auch. Auch als sie fünf Jahre alt ist, hat sie schon ein haufen dutzender Knochenbrüche hinter sich, einige, die sogar schwer zu brechen sind ... Die Kosten für die Familie steigen ins Unermesslich und für Charlotte O’Keefe ist schon von Anfang an klar gewesen, dass sie noch im hohen Alter ihre Tochter versorgen wird müssen – und nicht umgekehrt, wie es der Fall sein sollte. Sie will Willow das Leben ermöglichen, dass sie nicht finanzieren kann, außer durch eine Möglichkeit: sie müsste auf ungewollte Geburt gegen ihre Gynäkologin klagen – ihrer besten Freundin. Doch für die Mutter, die ihre Tochter um alles auf der Welt wollte, scheint unter dem Druck zusammen zu brechen. Sie behauptet sich gegen alle Vorurteile , und verliert dabei beinahe die Menschen, die ihr nicht egal sind, ihre Familie. Jodi Picoult wurde 1967 auf Long Island geboren, später studierte sie Creative Writing in Princeton, sowieso Erziehungswissenschaften in Harvard. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Kindern in Hanover, New Hampshire. Die Autorin schreibt seit 1992 und dies mit großem Erfolg; ihre Werke wurden zahlreich ausgezeichnet. Derzeit erscheinen ihre Bücher in 35 Ländern – und sie gehört zu den beliebtesten amerikanischen Autorinnen weltweit. Der Schreibstil der Autorin bewegt sich sicher in der Thematik; sensibel und gradlinig führt sie den Leser durch die Handlung, nicht ohne die üblichen Überlegungen aufkommen zu lassen, die den Leser beschäftigen. Obwohl Jodi Picoults Romane selten mit etwas ganz Überraschendes aufwarten und sich das gleiche Schema in verschiedenen Varianten abzuspielen scheint (Krankheiten, schwierige Gerichtsfälle und Urteile), schafft sie es jedes Mal aufs neue einen zu fesseln. Ihr Schreibstil, die Thematik und die Konflikte, die während der Handlung entstehen, machen einen faszinierendes und berührendes Werk aus. Mit etwas über 600 Seiten ist es seinen Preis wert. Was ebenfalls noch zu einem Pluspunkt, auch in diesem Punkt zählt, sind die verschiedenen Sichtweisen, in denen Picoult erzählt. Die Eltern kommen zu Wort, genauso wie die gemeinsamen Kinder, die Anwältin Charlottes und Piper Reece, ihres Zeichens die beste Freundin und Gynäkologin. Mich hat das Buch sehr bewegt; es ist unglaublich, wie sehr man sich von dem Geschehen einfangen lässt, wie man beginnt darüber nachzudenken und was die einzelnen Entscheidungen hätten bewirken können ...
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